Tonholz

die geigneten Hölzer


Als Tonholz werden die Hölzer bezeichnet, die zum Bau eines gutklingenden Instrumentes geeignet sind.

  • Decke: vorwiegend bei Konzert - und Flamencogitarren: gut schwingende Nadelhölzer, wie Fichte oder Zedernholz. Daneben werden Sitka- oder Engelmann Fichte verwendet.
  • Bei Steelstringgitarren werden auch astfreie Harthölzer wie Ahorn oder Nussbaum als Deckenholz verwendet.
  • Böden und Zargen: Neben den europäischen Hölzern, wie Ahorn, Nussbaum, Kirsche; Esche oder Zypresse werden die verschiedenen Palisanderarten, wie ostindischer Palisander, Santos Palisander, oder auch Mahagoni verbaut.
  • Hälse: Ahorn, Mahagoni, Erle; alle Hölzer, die sich nur wenig "verziehen" und somit dem permanenten Saitenzug standhalten.
  • Griffbretter und Saitenhalter: Ebenholz, Mooreiche, Palisander, Zwetschge und Ahorn

Die Decke

Für den den Klang einer Gitarre ist die Decke an erster Stelle entscheidend. Durch den Steg werden die Schwingungen der Saiten auf diese unmittelbar übertragen. Die Elastizität und die Dichte sind die Kriterien für optimale Klangeigenschaften. Diese Kriterien finden wir bei geeignetem Deckenholz dann, wenn es Härte bzw. Steifigkeit hat. Dazu sollte es sehr langsam gewachsen sein und einen gleichmässigen Verlauf der Jahressringe zeigen. Zudem wird das Holz nach einem besonderen Verfahren aufgesägt. (Siehe unten: Tonholz aufsägen)

Geeignete Deckenhölzer wachsen ausschließlich in den Alpen.

Um den Saitenzug Stand zu halten werden im Inneren der Decke Leisten verschiedener Stärken angebracht, welche eine optimale Statik sichern. Zudem werden diese leicht bogenförmig ausgearbeitet um eine weitere Spannung auf die Decke unterhalb des Stegs zu bringen.

Gitarren mit gewölbten Decken klingen direkter und ausgeglichener.

Im Gitarrenbau haben sich die verschiedensten Beleistungstypen durchgesetzt.

Für den Klang einer Gitarre haben natürlich auch weitere Komponenten Einfluss. Dazu gehören die Korpusresonanz, die Ausarbeitung von Boden und Zargen, sowie die Flexibilität des Halses und das Gewicht eines Instruments.

Die Kunst für uns Gitarrenbauer besteht darin, alle Materialien in ihrer Konstruktion gut aufeinander abzustimmen.

Deckenholz aufsägen

Im Gegensatz zu den Holzbohlen, die man beim örtlichen Holzhändler kaufen kann, werden Tonhölzer - insbesondere die Deckenhölzer- wie Fichte oder Zeder nach einem besonderen Verfahren aufgesägt: Damit die Jahressringe immer "stehend" sind, wird der Baum in Keile aufgesägt. Von diesen Keilen werden dann die einzelnen Deckenhälften abgesägt. In der Grafik sieht man links einen Baumstamm in herkömmlicher Art in einzelne Bohlen gesägt. Rechts ist der Baum in Keile gesägt.

Boden und Zargen

Für Boden und Zargen werden die verschiedensten Harthölzer verwendet.
Neben den einheimischen Arten werden Tropenhölzer verbaut. Diese müssen nicht zwingend im Spalt mit stehenden "Jahren" gesägt sein.
Sie solltem aber über Steiffigkeit verfügen und astfrei sein.
Einen Überblick finden Sie bei den Instrumenten dieser Website.

Tonholz lagern

Ein weiteres Kriterium für geignete Hölzer ist seine Lagerung. Für den Instrumentenbau muss das Holz lange liegen und trocken sein, bevor man es verarbeitet. Seine Restfeuchte sollte unter 10% liegen. Nur so werden Rissbildungen etc. vermieden.
Daher übernehme ich gerne Hölzer aus Altbeständen, wie man Sie z.B. bei Werkstattauflösungen findet.

 

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